Muschelgrotte im Neuen Garten Potsdam

Friedrich (heissen eigentliche alle Exzentiker in Potsdam nicht irgendwie Friedrich?) Wilhelm der Zweite errichtete im Norden der Potsdamer Parkanlage am Ufer des Jungfernsees und nördlich des Schlosses Cecilienhof 1791 und 1794 an einem eigens dafür angelegten Hügel die sogenannte Muschelgrotte, wobei er wohl vorher die bereits um 1754/56 erbaute Grotte im Schlossgarten von Oranienburg gesehen haben muss, wobei er aber wollte, dass sie wie von der Natur geschaffen aussieht.
Darum ließ er sie mit allerlei Zeug verkleiden, was wir heute als Bauschutt betrachten. Glas, Gipsstein und Schmolz; das klingt irgendwie nach dem Drehort eines Rammstein Videos, sieht aber, wenn man zu einer der Sonderbesichtigungen, ganz cool aus.
Die Wände und Kabinett-Gewölbe sind mit Materialien wie farbig unterlegtem Marienglas, grünem Serpentinit, blauem und rotem Glasfluss aus schlesischen Hütten, Muscheln und Schnecken dekorativ ausschmückt und sehen märchenhaft aus.
Die Grotte sollte Teegesellschaften als versteckter Aufenthaltsort dienen. Was die da wohl gemacht haben? Tee getrunken?
Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg
Besucherzentrum an der Historischen Windmühle
Postfach 60 14 62
14414 Potsdam
Tel: (0331) 9694200
Besichtigung nur nach Absprache!





